[Herren 2, 2016-12-10, VBC Bödeli – Unterseen] Gebodigt oder unter den See gekommen?

Immer noch angezählt, gesundheitlich und abwesenheitshalber dezimiert, geht es mit Verstärkung von Tony (Junior H1) voller Tatendrang nach Interlaken. Kein Trainer, kein Coach in Sicht, übernehmen Dani und Tinu (beide gesundheitlich nicht einsetzbar) Amt und Würden.

Pünktlich und guten Mutes, schlagen wir uns ein und wissen: Hier ist was zu holen. So starten wir auch im ersten Satz ganz konzentriert und geben uns keine Blösse. Schnell steht es 7:1 und ein erstes Timeout soll Bödeli helfen. Allein es nützt nicht viel. Nach 18 Minuten steht es 13:25 und wir können den ersten Satzpunkt schreiben.

Ein Achtungszeichen setzen die Coaches mit der Information, dass die stärksten Bödeler noch auf der Bank sitzen. Also weiter konzentrieren ist die Devise, keine Fehler machen. So können, nein müsse wir es schaffen. Die älteren Herren machen den Jungen Platz und sie bestätigen die Trainingsleistungen durchweg. Nach 23 Minuten geht der Satz mit 21:25 an uns und wir liegen mit 2 Sätzen in Führung.

Tja. Saubere Sache. So soll es weiter gehen. Ohne Wechsel treten wir den dritten Satz an. Aber irgendwas ist anders. Eins, zwei, fix, liegen wir hinten. Laufen einem Rückstand hinterher. Ein Punkt, zwei Punkte, drei Punkte. Beim Stand von 9:12 müssen die Coaches uns ermahnen. Präziser spielen und nicht unter Druck setzen lassen. Allein, es hilft nicht. Schnell steht es 13:18. Hoffnungslos. Hoffnungslos? Nein. Gar nicht. Bödeli bricht ein und wir können profitieren. Punkt für Punkt kommen wir ran. Beim Stand von 19:18 muss Bödeli eine Pause nehmen. Hurra! Wir können noch was drehen! Positiv gehen wir auf das Feld und JA! Wir schaffen den Ausgleich! 22:22… Gehen sogar in Führung! 22:23… Auszeit Bödeli #2 Fehler muri. 23:23 Punkt für Bödeli 24:23. Auszeit Muri. Allein es reicht nicht, das Glück auf unsere Seite zu zwingen. Wir geben den dritten Satz mit 26:24 ab. 27 Minuten Spielzeit sprechen für sich.

Ok. Abhaken. Vergessen. Wir können es ja besser. Also los. Zusammen reissen und ab durch die Mitte. Besser blocken, die 9 und die 14 sollen nicht mehr auf den Aussenpositionen durchkommen. Guter Plan. Allein die Umsetzung – mangelhaft. Sehr schnell wird klar: den Satz verlieren wir im Kopf. Zu viele Eigenfehler und zu wenig Wechselpotential, lassen uns sang und klanglos untergehen. 25:16 steht es nach 21 Minuten.

So. Das war es noch lange nicht. Nein. Das können wir besser. Wir sind zum siegen hergekommen. Also holen wir uns das Ding. Mit der Aufstellung gehen wir volles Risiko. Alles was über 1,90 ist geht auf die Angriffspositionen. Doch die Rochade macht sich schon in der Startphase bemerkbar. Piff, paff, Puff 7:2. Nein. Das darf doch nicht wahr sein! Alle kommen zusammen und die 6 klären das auf dem Feld. Machen sie. Das Heft in die Hand genommen und gekämpft. Erfolgreich zurückgekämpft. Kommen wieder ran. Bei 8:7 wird gewechselt. Neue Seite – neues Glück? Nicht ganz. Irgendwie war alles nun ein bisschen Unglücklich. Um jeden Punkt wurde gekämpft. Gefightet. Aber Ringe wurden plötzlich zu Ringhalterungen, unser Spielfeld wurde ein Spieltrapez, die Bälle wurden getoucht und es stand 14:14. Nach der letzten Auszeit behält Bödeli die Punkte im Dorf. Wir haben lediglich einen mitgenommen.

IN der Dusche: Trauer. Fassungslosigkeit. Unverständnis. Warum schaffen wir es wieder nicht, den Sieg zu holen? Ein Erklärungsversuch: Nicht jede Position dreifach besetzt. Zu wenig Abgeklärtheit. Fehler möchte ich nicht in den Vordergrund schieben. Wirklich eher das Glück. Mit dem Einsatz und dem Kampfeswillen, hätten wir in dieser Saison, manch anderes Spiel zuvor gewonnen. Also schauen wir hoffnungsvoll in die Rückrunde und werden uns die Punkte dort holen.

Für Statistiker: VBC Bödeli-Unterseen vs vmb H2 – 3:2 (13:25, 21:25, 26:24, 25:16, 16:14)

Für das Herren 2 im Einsatz: Coaches Dani D., Tinu. Auf dem Parkett: Robert, Andrea, Tony, Chris, Karol, Ädu, Dänu, Daniel.

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