Vier Sätze für ein Halleluja: Finaleinzug geschafft

Nach dem 3:0 Viertelfinalsieg in Schwarzenburg führte uns die Halbfinalauslosung des Berner Kantonalcup zu einem uns bekannten Gegner aus der vergangenen Saison: VBC Münchenbuchsee, den Leader der 3.Liga II Gruppe. Obwohl die Favoritenrolle klar uns zugeschrieben wurde, mahnte uns Role, der bei diesem Spiel das Coaching übernommen hatte, zu Vorsicht und gab die Marschrichtung vor: Druck im Service und solides Side-Out-Spiel.

 
Die zahlreich erschienenen Zuschauer sorgten bereits vor dem Spiel für eine beeindruckende Geräuschkulisse in der Bodenacker Turnhalle. Umso süsser war der Genuss der Stille, welche sich nach dem 9:0 für uns eingestellt hatte. VBC Münchenbuchsee hatte im ersten Satz Mühe, ins Spiel zu finden. Das grossartige Publikum schaffte es jedoch, die Stille zu überwinden und das Heimteam zurück zu holen. So entwickelte sich ein ausgeglichener Satz auf spielerisch gutem Niveau. Wir konnten den Startvorsprung bis zu Satzende halten und siegten 25:14.
 
Was sich im ersten Satz angedeutet hatte, bestätigte sich nun im weiteren Spielverlauf: Ein attraktives, ausgeglichenes Halbfinalspiel. Bis Satzende konnte sich kein Team entschieden absetzen und so konnten wir wieder unsere mentale Stärke ausspielen. Punkt für Punkt holten wir uns in der „Crunchtime“ und gewannen den Satz 25:20.
 
Mit der 2:0 Satzführung und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein starteten wir in den dritten Satz. Wer jetzt dachte, Münchenbuchsee würde jetzt einbrechen und sich seinem Schicksal ergeben, hatte die Rechnung ohne die Zuschauermenge gemacht. Die beeindruckende Geräuschkulisse peitschte das Heimteam in einen wahren Rausch: Punkt für Punkt ging an das Heimteam. Wir rieben uns nebst einigen Schiedsrichterentscheidungen auch aufgrund der stark aufspielenden Gegner die Augen. Zusätzlich begannen wir Fehler aus Schulvolleyzeiten wieder aufleben zu lassen. Und schon stand es 11:19 aus unserer Sicht. In aller Ruhe nahm Role das letzte Time-Out für diesen Satz. Sein besonnenes Coaching half uns enorm und wir starteten eine Aufholjagd, wie wir sie auch den TV Länggasse geschafft hatten (3:0 Sieg, wir berichteten). Nun Ja, der Cup hat nun mal seine eigenen Regeln. VBC Münchenbuchsee gewann den Satz mit 25:20 und verkürzte auf 1:2. Die Halle bebte; das Spiel schien neu lanciert.
 
Das kurze Durchatmen und die weisen Worte unseres Coaches Role weckten unsere zuvor verloren gegangenen Stärken wieder: Service, Block, Side-Out, Abeschutte. So nahmen wir das Spiel wieder in unsere Hand und spielten befreit gegen das Heimteam und deren lautstarke Anhänger auf. Beim Stand von 19:10 für uns nahm das Heimteam sein letztes Time-Out und bündelte seine letzten Kraftreserven. Punkt für Punkt kämpften sich unsere Gegner wieder an uns heran. Role nahm beim 22:17 das letzte Time-Out des Spiels. Wie es sich gehört, zeigte die kleine Pause Wirkung: 23:17. Anschliessend ereignete sich etwas Unglaubliches: Nach einem schönen Spielzug des Heimteams hämmerte der gegnerische Aussenangreifer den Ball in Tonis Block. Tonis Block? Unglaublich, Toni! Und was für ein schöner Blockpunkt! Halleluja! 24:17. Noch im Adrenalinrausch taumelte Toni zum Service und schlug ein Ass zum Matchgewinn – dachten alle. Nur der Schiedsrichter wollte dieses klasse Spiel auf hohem Niveau noch nicht beenden und entschied trotz Protesten (beide Teams waren sich einig) auf Wiederholung. Nichtsdestotrotz: das 25:17 folgte wenige Sekunden später und so gewannen wir 3:1.
Nach kurzer Stille in der Halle spendeten die zahlreichen Fans beiden Teams einen grossen Applaus für das attraktive Spiel und das abendliche Entertainment (wen interessiert da schon Fussball Championsleague 😉 )
 
Den Finaleinzug haben wir nun mit diesem Auswärtserfolg perfekt gemacht. Am 22. April um 14 Uhr treffen wir beim Finalevent in der Sporthalle Weissenstein auf unseren Ligakonkurrenten Volley Oberdiessbach. Es wird ein Schlagabtausch auf hohem Niveau erwartet. Aus diesem Grund: Datum reservieren, volley muri bern unterstützen.
 
Telegramm:
VBC MünchenbuchseeHerre 1 Volley Muri Bern 1:3 (14:25; 20:25; 25:20; 17:25)
 
Für vom im Einsatz:
Gianluca Greco, Matthias Kunz, Damian Schmid, Christoph Zangger, Anthony Anello, Daniel Werner, Niklaus Wüthrich, Christian Stähli (C), Benjamin Recke
Coach: Roland Gast
Es fehlten: Alexander Fischer, Chris Nehrbass
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