Starke Nerven – D2 vs VBC Brienz-Meiringen

Matchbericht vom 16.10.2017

Am vergangenen Montag machte das Damen 2 im Spiel gegen VBC Brienz-Meiringen den Saisonauftakt. Die Stimmung war voller Spannung und Nervosität, aber auch voller Vorfreude. Lange hatte sich das Team auf diesen Moment vorbereitet. Wie ein Mammut stand die Frage in der engen Garderobe: Wird es uns gelingen, unsere Leistung abzurufen? Dass wir es volleyballerisch drauf haben, wissen wir ja eigentlich…

Die Vorfreude und Nervosität auf das erste Spiel war gross. So begann das obligate «Mental Training» in Form von motivierenden Bildern und Nachrichten im Volleychat bereits um 05:54.

Doch noch ein bisschen gedulden mussten sich die Damen, denn Anpfiff war erst um 21:00. Genug Zeit also, um noch die wichtigsten Details vor Saisonbeginn zu klären:

  • Wer ist Vegi und kriegt nach dem Spiel einen selbstgemachten Burger ohne Fleisch? Ja, richtig gelesen! Nach dem Spiel gab es tatsächlich selbstgemachte Burger.
  • Wer trinkt kein Bier, sondern Eve oder sonst so ein Gschmöis?
  • Wer muss noch ein Passfoto für die Lizenz mitbringen?
  • Oh nein, Ressourcenengpässe beim H2 für den Schreibereinsatz, gibt es Alternativen? Zum Glück fanden sie schliesslich gleich 3 Herren für den Einsatz.
  • Wer hat seine Saisonziele noch nicht kommuniziert, bitte dies noch nachholen.
  • Ach ja, das Captainamt muss auch noch besetzt werden.
  • Einlaufen? Jajaja, gleich wie letztes Jahr, das passt schon (aber dieses Mal mit imaginärem Leiterli)

Und schon war es soweit, wir reihten uns neben der Schiedsrichterin ein und begrüssten unsere Fans (Melä und Gere) und die gegnerischen Spielerinnen. Anpfiff, Los!

Im ersten Satz dauerte es einige Zeit bis wir uns auf dem Spielfeld fanden. Die Brienzerinnen dominierten uns im Service und im Angriff, wir schafften es kaum, den Anschluss nicht zu verlieren. 6:11, Timeout: Durchatmen, sammeln und punkten! Das taten wir dann auch. Und so verkleinerten wir unseren Rückstand Punkt um Punkt bis wir unsere Gegnerinnen zum ersten und schliesslich auch zum zweiten Timeout zwangen. Endlich! Das Damen 2 hatte seinen Drive gefunden und holte sich auf der Überholspur den ersten Satz mit 25:20.

Zu Beginn des zweiten Satzes wurden die Brienzerinnen von den Muri-Damen regelrecht abserviert. Doch wie so oft, machte sich gegen Ende des Satzes ein obligates D2-Tief breit. Es wurde immer knapper, und das Herzflattern (auch auf der Trainerbank) immer lauter. Mit starken Neven und nicht zuletzt mit ein bisschen Glück, schafften die Murianerinnen den Satzball von Brienz abzuwehren und holten sich den zweiten Satz mit 26:24.

Wir führen 2:0!!! Doch das Spiel war noch nicht zu Ende, und dem waren sich besonders die Berner Oberländerinnen bewusst, die nun stark in den dritten Satz starteten. Während in den Köpfen der Murianerinnen noch das Siegesgeschrei vom zweiten Satz nachhallte, liessen sich die Brienzerinnen nicht lange bitten und erspielten sich einen Vorsprung von 7 Punkten. Jetzt brauchten die Muri-Frauen besonders starke Nerven und die Aufholjagd begann. Punktestand ausblenden und volle Konzentration auf den Ball. Mit vereinten Kräften und starker Unterstützung vom Spielfeldrand kämpften wir uns Punkt um Punkt vorwärts. Der Abstand wurde kleiner, die Nervosität auch und Fröööd kam auf. Wichtige und anstrengende Ballwechsel konnten wir schliesslich für uns entscheiden und man glaubte es kaum, aber das Damen 2 ging in Führung. Mit einem geschenkten Servicefehler der Gegnerinnen gewannen die Muri-Damen auch diese Zitterpartie mit 25:23.

Zurück zur Mammut-grossen Frage vom Anfang: Wird es uns gelingen, unsere Leistung abzurufen? Die Antwort lautet klar: JA!

Starke Teamleistung – wyter so!

 

 

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