Matchbericht vom 28.10.17 VBC Uni Bern vs. Volley muri bern (25:21, 25:19, 27:25)

Ein Perspektivenwechsel soll ja immer andere Blickwinkel bringen – so ist es doch gar nicht so schlecht, dass dieser Bericht gezwungenermassen aus der Zuschauerperspektive geschrieben wird, wäre er von einer aktiven Spielerin, würde dieser nämlich ziemlich sicher gar kurz ausfallen, in schönen Worten im Sinne von: «Das war definitiv nicht das Spiel der Spiele….».

Die Berichtsschreiberin meinte es einfach «juste» auf den Anpfiff in die Halle zu schaffen, doch beim Eintreffen wurde munter eingespielt, Grund: die Halle konnte aufgrund moderner Technik 45 min nicht geöffnet werden = späterer Spielstart, ach sooo… Dazu kamen weitere Faktoren wie kalte, nicht ganz meisterschaftstaugliche Halle, Verletzungsausfälle, Krankheitspech und eine dadurch geforderte Flexibilität bei Muri – nicht gerade top Voraussetzungen um weitere Punkte zu buchen in der Rangliste. Aber Muri ist ein Fighter-Team, so etwas soll die Truppe nicht abhalten….

So, dann der Startpfiff, dank Losglück von Isa, mit Service auf der Muri-Seite. Die Startformation muriseits war nicht ganz positionsbezogen, aber glücklicherweise bringen die Spielerinnen ja eine super Flexibilität mit…! 😊

Nun, die ersten Ballwechsel waren vielversprechend, einige tolle Blocks und paar super geschlagene Winkel unserer Mittelblockerin über Aussen blieben da vor allem in Erinnerung. Der Flow hielt aber nicht wirklich an – bei Uni Bern fiel die solide Abnahme auf, was ihnen einen regelmässig druckvollen Aufbau ermöglichte. Dies konnte unsererseits nicht mehr erwidert werden. Das Aufbauspiel war zu unpräzise um Druck machen zu können und die Stimmung nahm nach und nach ab. Einzig der Coach hielt die Dezibel hie und da auf Muriseite doch eher sehr hoch, zumindest einmal. Well, der Satz gewann Uni mit 25:21.

Im zweiten Satz wurden wir während des Verlaufs mit einer neuen Volleyregel belehrt: «Hört der Gegner einen Schiripfiff, den es aber gar nicht gab, so gibt das Wiederholung» …Ach so, was man nicht alles lernt, auch nach Jahren…😊 Diese doch eher fragwürdige Szene stahl den Muririnnen den Satzgewinn aber nicht, denn sie erschwerten sich das Spiel weiterhin mit nicht bewegungsfreudigem Resséspiel und dadurch mit ungenügender Variabilität und wenig Spielwitz sowie einer doch eher hohen misslingenden Servicefrequenz selber. Leider war in den Spielerinnengesichter auch kein echtes Spielfeuer zu sehen, da half auch Hoschis aufgesetztes attraktives Grinsen an der Seitenlinie als Animation nichts mehr (ok, mich brachte es zum Lachen)…😊 Uni Bern präsentierte sich stabil, auch wenn das Spiel primär von ihren Aussenangreiferinnen geprägt war und dadurch im Grundsatz gut lesbar gewesen wäre. Die wenigen Eigenfehler ihrerseits und das «Nicht-aufs-Spiel-Einstellen» muriseits führte dazu, dass auch der zweite Satz mit 25:19 an Uni Bern ging.

Ok, vielleicht will das GoFight-Team einfach wieder über 5 Sätze, wie schon soooo oft. So startete der dritte Satz dann doch wieder etwas ausgeglichener, mit etwas mehr Freude und auf der Zuschauerbank durfte auch wieder geklatscht werden nach einigen schönen Angriffen oder Blocks. Doch der richtige «Pfupf» fehlte auch im dritten Durchgang, so dass dieser mit einem Fintenfehler auf Muriseite verdient an Uni Bern ging, wenn auch knapp mit 27:25.

Gut, nun haben wir gezeigt, wie es ist, wenn von A-Z überall das letzte Quäntchen fehlt für ein gelingendes Spiel. Hoffen wir, dieses abhaken zu können, super zu trainieren und nächstes Wochenende wieder mit einem kompletteren Kader, mit Feuer und Freude ans Spiel gehen zu können und da wieder zu präsentieren, was wir können!

Fürs Team, Kare

Spielerinnen: Isa, Anna, Anne, Helä, Silja, Sophie, Jane, Rebi

Verletzt / krank: Kirsten, Carine, Kare

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